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 Häufige Indikationen für Psychotherapie

Akute Krisensituationen: Hierzu gehören Veränderungssituationen von gravierenderem Ausmass, wie z.B. Trennungssituationen, Scheidungen, Tod von nahen angehörigen, Katastrophen, Stress, Belastungen am Arbeitsplatz, Mobbing, Burn-Out, etc.

Andauernde, unerklärliche oder unangemessene Ängste: Man unterschiedet dabei zwischen Ängsten vor konkreten Situationen oder Objekten (sogenannten Phobien) und eher unerklärlichen dauerhaften Ängsten und Sorgen vor Ereignissen (wie z.B. von einer Krankheit heimgesucht zu werden oder zu verarmen etc.). In den Bereich der Ängste gehören z.B. auch die Höhenangst, Flugangst oder Angst vor Tieren und Zwangsgedanken und -handlungen.

Beziehungsprobleme: Ein riesiges Gebiet, welches Kommunikationsstörungen, Wahrnehmungsstörungen, Ehe- und Partnerschaftsprobleme, Familien- oder Systemkonflikte, ebenfalls auch Schwierigkeiten mit Kollegen und Mitarbeitern umfasst.

Eßstörungen: Hierunter fallen die drei Bereiche Anorexie, Bulimie und Adipositas. Sie sind in ihrer Entstehung multifaktoriell. Es finden sich jedoch immer Charakteristika in den Familiensystemen der Patienten.

Erziehungsprobleme: Viele Eltern klagen über Schwierigkeiten im Umgang mit ihren Kindern und wissen nicht, wie sie diese lösen können. Oft gehen Erziehungsprobleme mit Schulschwierigkeiten und einer sekundären Neurotisierung einher.

Sexuelle Störungen: Psychische Faktoren spielen bei sexuellen Störungen eine wichtige Rolle. Meist sind es nicht isolierte belastende Erlebnisse, die zu einer Störung führen, sondern die Kumulation mehrerer Aspekte. Neben sexuellen Missbrauchserfahrungen in der Kindheit spielen vor allem Stress, Paarprobleme, ein restriktiver oder fundamentalistisch, christlicher Erziehungsstil, mangelnde Erfahrungen und Unsicherheit im Umgang mit dem anderen und dem eigenen Geschlecht, etc. Bei dem Formenkreis der Störungen der sexuellen Gesundheit sind die Funktionsstörungen vielschichtig, z.B. Apetenzstörungen, vermindertes sexuelles Verlangen, Ekel, Ängste, Erektions- oder Lubrikationsstörungen, Schmerzen beim Verkehr, vorzeitige Ejakulation oder Anorgasmie. Von einer Störung spricht man aber nur, wenn das Symptom mit einem persönlichen Leiden oder dem Leiden betroffener Angehöriger verbunden ist.

Sucht und Drogenprobleme: 7,2 Mio. Deutsche haben einen riskanten Alkoholkonsum. 2 Mio Deutsche konsumierne Canabis. 1,5 Mio. Deutsche sind medikamentenabhängig, 1Mio konsumieren Amphatamine (z.B. Ecstasy o.ä.) und ca. 150 000 sind heroinabhängig. Die Folgen einer Drogenabhängigkeit sind weitreichend. Neben psychischen und sozialen Problemen treten hauptschlich irreversible neurologische Schäden auf, die nicht selten zu akuten und chronischen Psychosen führen.

Chronische körperliche Erkrankungen oder Schmerzstörungen: Körperliche Beschwerden, die vorübergehend und ohne somatischen Befund auftreten sind sehr häufig und belegen eine Wechselwirkung von Körper und Seele. Wenn die Symptome andauern und weitreichende Folgen auf die Lebensqualität haben müssen sie auch psychotherapeutisch behandelt werden.

Schlafstörungen: Die häufigsten Schlafstörungen treten in Form von Ein-und Durchschlafstörungen auf. Aber auch übermäßige Schläfrigkeit oder Umkehr des Schlaf-Wach-Rythmus gehören hierzu. Die Ursachen sind wiederum multikausal und für jeden Menschen spezifisch. 

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